Regeneration - die kanarische Pinie


Wunderschöne Kiefern-Wälder bedecken die höheren Regionen von Teneriffa. Diese bilden ein herrliches Wandergebiet und sind für viele ein Ort der Regeneration.

Die kanarische Kiefer ist wahrhaft ein einzigartiger Baum. Mit seinen langen Nadeln durchkämmt er die Nebelschwaden und Passat-Wolken und gewinnt so mehrere Liter Wasser, die dann auch in regenarmen Zeiten den Boden bewässern.

Doch das erstaunlichste an diesem Baum ist seine Feuer-Resistenz. Ob vulkanisches Feuer oder ein Waldbrand, nichts kann diesen Baum umbringen.

Des öfteren verwüsten auf Teneriffa Waldbrände ganze Regionen. Sie hinterlassen eine kahle, schwarze Landschaft. Alles tot?

Nein! Nur Tage danach bringen die schwarzen Stämme der kanarischen Pinie wieder grüne Treibe hervor. Und in kürzester Zeit entsteht wieder ein herrlich, grüner Wald.

Dieses Wunder der Regeneration verdankt die Pino canario ihrer besonders dicken, feuerresistenten Rinde. Sie brennt nämlich nur in der äussersten Schicht, das Holz in ihrem Innern bleibt unversehrt und Zweige können wieder neu gebildet werden.

Darüber hinaus fördert das Feuer sogar die Germination und somit die Vermehrung der Pinie. Das macht nun das schreckliche Feuer sogar zum Freund der kanarischen Pinie.

Somit hat dieser Prozess des Absterbens und der Wiederherstellung/Regeneration durchaus etwas Gutes.

In ihrem Kern entwickelt, die kanarische Pinie ein starkes, hartes Holz von sehr guter Qualität und dank dieser ständigen Erneuerung kann sie bis 300 Jahre alt werden.

Und? Lehrt uns das nicht eine Lektion?

Gehen wir nicht auch manchmal durch‘s Feuer hindurch?

Da werden wir nicht nur von Gott bewahrt (Jes.43,2), wir werden auch geläutert, gestärkt und veredelt daraus hervorgehen (Ps.66,9-12). Auch braucht es den Prozess des Sterbens, weil wir nur so neues Leben sehen können. Nur das Samenkorn das stirbt, bringt Frucht (Joh.12,24).

Manchmal kann das Leben ja wirklich fies zu uns sein. Manchmal lässt es uns echt angebrannt zurück. Und manchmal bleibt kaum mehr Leben in uns übrig.

Das ist kein Grund zu verbittern oder gar aufzugeben. Wenn nun eben der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in uns wohnt, wird er auch unsere sterblichen Leiber wieder lebendig machen (Röm.8.11). Und schlussendlich werden denen, die Gott lieben alle Dinge zum Besten dienen (Röm. 8,28). Altes, vertrocknetes verbrennt, damit Neues sprossen kann.

Sei also ermutigt! Nach jedem Zerbruch und vermeintlichem Verlust, kommt eine Zeit der Heilung und Wiederherstellung. Was dann entsteht, wird immer besser sein als das, was zuvor da war.

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