Familien-Projekt


Dieses Jahr wollen wir unsere 'Weihnachtstradition', von Weihnachten immer wieder mal etwas anders zu feiern, weiterführen. (nicht weil es unbedingt anders sein muss, sondern weil uns da so spontan diese Idee kam, von der alle begeistert sind)

Die spannende Geschichte wie wir die letzen Jahre Weihnachten gefeiert haben hier:

Familien-Tradition

Dieser Text und wovon wir darin berichten ist unser Familienprojekt an dem vor allem unsere Kinder viel gearbeitet haben:

Wir waren erst grad seit wenigen Tagen an unserem jetzigen Wohnort, als uns eine Nachricht von unserem Freund aus Simbabwe erreichte. Er erzählte uns, dass sie gerade eine sehr schlechte Zeit erleben und, dass das Land unter einer Hungersnot leidet.

Das hat uns wiedermal vor Augen geführt, dass es Menschen gibt, denen es viel schlechter geht als uns. Selber haben wir eine Zeit hinter uns, wo Dinge nicht unbedingt so gelaufen sind, wie wir‘s uns gewünscht haben. Bereits ist es ein Jahr her, seit wir aus unserer früheren Finca ausgezogen sind, und noch immer haben wir nicht unseren eigenen Ort. Beim Nachzählen sind wir auf 12 Zwischenstationen innerhalb eines Jahres gekommen. Die längste Zeit davon haben wir buchstäblich in der Wüste verbracht, wo‘s wirklich nicht ideal war. Da haben wir die Zeit beim Campen im Wald deutlich mehr genossen.

Das war anfänglich schon recht schwierig. Wie geht man damit um, wenn sich die Verheissungen Gottes hinauszögern? ... Doch dann konnten wir sehen, wie Gott uns immer wieder kleine Nuggets gab und wie er an uns arbeitete und uns formte. Rückblickend war es also eine sehr wertvolle Zeit.

Und eben im Licht dessen, was unsere Geschwister in Simbabwe erleben, geht es uns richtig gut. Was ist es denn schon, wenn man ein paar mal umziehen muss und in Häusern wohnt, wo nicht immer alles so einwandfrei funktioniert, ... wo anderen gar das Trinkwasser und die tägliche Nahrung fehlt.

Und nun, da wir so gesegnet und beschenkt sind, haben wir uns als Familie entschieden uns dieses Jahr keine Weihnachtsgeschenke zu kaufen, sondern etwas für die Leute in Simbabwe zusammen zu legen. Und weil das noch nicht so viel hergibt um all die nötigen Sachen zu kaufen, wollen wir das hiermit auch unseren Freunden weiter erzählen.

Unsere Kinder haben etwas nachgeforscht und Info über die Geschichte sowie den aktuellen Zustand zusammengetragen:

Simbabwe war einst eines der wirtschaftlich stärksten Länder Afrikas. Die Einwohner betrieben Ackerbau, Rinderzucht und hatten einen Handel entlang des indischen Ozeans.

Als die Weissen Afrika kolonisierten, wurde Simbabwe von England erobert. Die Bodenschätze, das fruchtbare Land sowohl die Arbeitskraft der Einheimischen wurde in die Hände der britischen Einwanderer gegeben. Die Landwirtschaft der Ureinwohner wurde in die unfruchtbaren Regionen verdrängt.

Wenige Jahre nachdem Simbabwe offiziell ihre Unabhängigkeit erklärte, wurde Robert Mugabe Präsident (1987). Anstatt seinem Land zu helfen bereicherte er sich selber.

Die Weissen waren weniger als 1 Prozent der Bevölkerung und besassen 70 Prozent des urbaren Landes. Im Jahr 2000 begann Mugabe das Land neu zu verteilen. Die weissen Farmer wurden enteignet und sollten eine Abfindung erhalten. Die Höfe bekamen jedoch häufig keine Entschädigung. Stattdessen wurde das Vieh und die Maschinen geplündert und die Farmer wurden vertrieben oder flohen. Manche Farmer töteten vor ihrer Flucht ihr Vieh und zerstörten die Traktoren und die Bewässerungsanlagen.

Das enteignete Land wurde nicht den armen Bauern oder den vormaligen Farmarbeitern gegeben, sondern an die Personen die eine gute Beziehung zur Mugabe-Regierung hatten.

Auf Grund dieser neuen Landverteilung wurde die Landwirtschaft zerstört. Simbabwe wurde zu einem von Hungersnöten geplagten Land.

Mugabe bereicherte sich an seinem Volk. Wenn seine Amtszeit wieder einmal zu Ende war fälschte er die Wahlen und ging mit Gewalt gegen seine Gegner vor. So gewann er immer die Wahlen und blieb 30 Jahre lang Präsident.

Bis schliesslich im November 2017 das Militär die Kontrolle des Landes übernahm und einen neuen Präsidenten einsetzen liess.

Heute hat der neue Präsident Emmerson Mnananga Mühe das Land wieder aufzubauen. Wegen der anhaltenden Hyperinflation hat Simbabwe seine wertlose Währung ganz verloren. Die Regierung musste zugeben, dass die Einnahmen aus dem Diamantenbergbau im Wert von 15 Milliarden Dollar einfach verschwunden sind.

Jetzt sind die Einwohner sehr arm und die Chance auf Wirtschaftswachstum ist sehr gering. Stattdessen verschlechtert sich der Zustand weiterhin. Es fehlen die nötigen Devisen um Sachen zu importieren. So ist Benzin z.B. so rar, dass man mehrere Kilometer anstehen muss in der Hoffnung etwas davon zu kriegen. Zur Zeit fehlen selbst Grundnahrungsmittel in den Shops. Es gibt kein Mehl, kein Brot, kein Speiseöl, kein Zucker, … und auch keine Seife.

Die Arbeitslosigkeit liegt bei über 90%. Wegen Dürre und Wassermangel produzieren die Wasserkraftwerke kaum mehr Strom. Selbst Trinkwasser ist sehr knapp. Krankheiten wie Cholera und Typhus sind weit verbreitet und fordern viele Menschenleben.

Wegen den Schwierigkeiten sind etwa 3 Millionen Einwohner ausgewandert.

Probleme sind aktuell sehr schlimm, da es die letzten zwei Jahre kaum geregnet hat.

Unser Freund Alfred ist da aufgewachsen und hat wirklich ein Herz für sein Volk. Er war bei uns in der Schweiz für ein Training. Seitdem sind wir mit ihm befreundet und haben schon mehrere Einsätze in Simbabwe gemacht (die obigen Fotos stammen von da).

Alfred ist Pastor einer Gemeinde, trainiert einheimische Leiter und dient in Gemeinden und Konferenzen im ganzen Land, sowie den Nachbarländern.

Selber lebt er sehr bescheiden und ist immer sehr kreativ, wie er seinen Leuten helfen kann. Zur Zeit betreiben sie viel Ackerbau um selber Nahrung zu produzieren. Auch war er schlau genug sich einen Vorrat an Diesel anzuschaffen wo das noch möglich war. Ihr Land befindet sich in der Nähe eines Dammes, wo sie genügend Wasser für die Bewässerung kriegen. Das tun sie zur Zeit mit ganz viel mühsamer Handarbeit.

Um mehr anbauen und ihre Leute mit Nahrung versorgen zu können, bräuchten sie dringend Unterstützung.

Sie brauchen:

- Wassertanks

- eine Pumpe

- Leitungen für die Bewässerung

- Saatgut

- Dünger

- ...

Land und Arbeitskraft haben sie, und die Bereitschaft etwas für sich und ihre Leute zu tun ist vorhanden.

Diese Art von Hilfe ist sehr nachhaltig. Wir geben also nicht nur ein Bisschen zu Essen oder ein kleines Weihnachtsgeschenk, sondern helfen ihnen längerfristig sich selber Nahrung zu schaffen. Wenn die Agrarwirtschaft im Land wieder in Schwung kommt, kann Simbabwe längerfristig wieder zur Blüte kommen.

Wir überlegen uns bereits, wie wir entsprechende Schulungen durchführen und das ganze multiplizieren können.

Wer es ebenfalls auf dem Herzen hat den Leuten von Simbabwe zu helfen, kann seine Spende mit Vermerk 'Simbabwe' auf das Konto vom Verein Connect überwiesen. (auf Wunsch gibt's auch eine Spendenbescheinigung)

Verein Connect

Obergasse 6

9450 Altstätten

Bank:

St. Galler Kantonalbank

Trogenerstrasse 2

9450 Altstätten

Schweiz

BIC/SWIFT: KBSGCH22

Bankenclearing: 781

IBAN Spendenkonto CHF: CH49 0078 1032 4296 2200 1

IBAN Spendenkonto EUR: CH92 0078 1032 4296 2200 3

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