Nichts ist so beständig wie die Veränderung


Jetzt ist es an der Zeit wiedermal mehr von uns zu berichten. Vieles hat sich getan und vieles ist nochmal ganz anders geworden. Selbst unsere Webseite müsste jetzt gründlich upgedatet werden (folgt sobald Zeit dafür verfügbar).

Wir sind unterdessen nämlich umgezogen (eigentlich ganz viele Male) und jetzt endlich auch in unsere eigene Finca!!

Aber das ist eine etwas längere Geschichte, von der ich hier etwas erzählen will:

Nach unserem Ruf nach Teneriffa konnten wir für 3 Jahre die Finca mieten von der wir ja schon öfters berichtet haben und die einige von Euch auch besuchen konnten. Viel grossartiges ist da geschehen. Doch mit dem Kaufen wollte es einfach nicht klappen. Die Besitzerin hat auch dauernd den Preis und die Bedingungen verändert und schlussendlich konnten und wollten wir darauf nicht eingehen. So wurde uns dann nahegelegt die Finca auch schnell zu verlassen. Das ganze war etwas unschön, da wir ja schon so einiges reingesteckt hatten. Da war aber auch Friede und die Gewissheit, dass es noch besser kommen würde.

Dass es aber 2 Jahre dauert, hätten wir echt nicht gedacht. In diesen 2 Jahren sind wir so viele Male umgezogen und haben an allen möglichen Orten unter allen Arten von Umständen gewohnt. Wir haben die Insel kreuz und quer und rundherum bereist und gar die Nachbarinseln besucht.

Am Anfang ging's buchstäblich in die Wüste, wo wir grad ein halbes Jahr verbracht haben. Heiss, trocken, windig, war das wohl der unattraktivste Ort zum Wohnen auf dieser schönen Insel. Von allem zu berichten, was der Herr in dieser Zeit an uns getan hat, würde den Rahmen dieses Textes sprengen.

Danach ging's dann eben auf Reise, wo wir oft nur ein paar Tage an einem Ort wohnten und manchmal nicht wussten, wo wir am nächsten Tag schlafen würden. Manchmal im Zelt, dann in Ferienwohnungen, Privatunterkünften, Hotels, Hostels, ... , immer mit der Herausforderung, dass unsere Familie eigentlich zu gross für erschwingliche Unterkünfte war. So hatten wir dann halt Luftmatratze und Schlafsack dabei um oft auch auf engstem Raum Platz zu finden ;-)

Verstanden haben wir das meiste erst nach und nach. Wüstenzeiten haben einfach ihren Platz im Leben jedes Nachfolgers von Jesus, wie man's auch schon bei so vielen biblischen Beispielen sieht.

Ja und dann sind wir wirklich wie Abraham im ganzen Land herumgezogen, haben unser Camp da und dort aufgeschlagen, haben Altäre gebaut, angebetet und das Land kennen gelernt. Unser Herz wurde bereitet und weit gemacht. Wir sind heute anders drauf als vor diesen 2 Jahren, oder 5 Jahren seit wir auf Teneriffa sind oder 7 Jahren seit wir unser Zuhause in der Schweiz verlassen haben.

Da war zwar einiges an Abenteuer mit dabei, was wir ja schon auch mögen. Aber die letzten 2 Jahre waren wirklich nicht leicht. Wir sind mit einer Vision und grossen Erwartungen auf diese Insel gekommen. Der Herr hat vieles geredet, was mehrfach bestätigt wurde. Dann schien plötzlich alles rückwärts statt vorwärts zu gehen und oft war es einfach noch ein Ausharren und dran bleiben. Da waren etliche Herausforderungen auf die ich hier gar nicht näher eingehen will.

Was ich während dieser ganzen Zeit immer wieder vom Herrn gehört habe, sind die Worte: Hingabe und Vertrauen. Ich realisiere immer mehr, dass dies eigentlich alles ist, was der Herr von uns will. Dass wir uns Ihm ganz hingeben und zur Verfügung stellen, damit Er in uns, durch uns und um uns wirken kann, wie Er es will. Und darin vertrauen, dass Er gut ist, dass Er sich um alles kümmert, uns nie hängen lässt und das Ziel mit uns ganz bestimmt erreicht. Er ist ja schliesslich der, der Himmel und Erde geschaffen hat, der auch dich und mich auf wunderbare Weise bereitet hat und durchaus weiss was Seine Gedanken und Pläne für uns sind. Die sind auf jeden Fall gut und noch um einiges besser als wir’s uns vorstellen können!

In der Zeit suchten wir natürlich auch weiterhin nach der passenden Finca. Zwei konkrete Anläufe um ein Objekt zu kaufen sind daran gescheitert, dass wir nicht genügend Finanzen hatten und selbst die Banken nicht bereit waren zu finanzieren.

Die letzte Absage traf uns sehr, da wir zu dem Zeitpunkt eben unsere Reise rund um die Insel abgeschlossen und somit keine weitere Perspektive mehr hatten. Jetzt war's einfach dran uns auf unserem eigenen Land nieder zu lassen!

Dann ging's aber auch wirklich schnell. Wir wohnten unterdessen wieder am selben Ort, wo wir unsere Reise vor 5 Jahren begonnen hatten. Da haben wir eine Finca entdeckt in einer sehr schönen Gegend, wo wir oft zum Wandern und Picknicken waren. Dort fanden wir genügend Land, mitten in der Natur, eine tolle Sicht auf Meer und Berg, ... mit einem zwar etwas kleinen Haus, was sich aber in einem recht gutem Zustand befand. Der Preis war nochmals einiges geringer als der der vorhergehenden Objekte und der Eigentümer gab sich zufrieden mit der Hälfte des Betrages bei Unterzeichnung. Den Rest dürfen wir über die nächsten 3 Jahre abzahlen. So war es für uns nun auch ohne Bank möglich, was uns so viel lieber ist.

Das lief dann reibungslos und wir konnten schon sehr schnell einziehen. Uns fiel gleich auf, dass wir den Vertrag exakt auf den Tag genau 5 Jahre nach dem Unterzeichnen des Mietvertrages unserer ersten Finca unterschreiben konnten.

Das ist besonders interessant, weil ich im letzten Newsletter (Dez. 18) einen Clip angehängt habe, wo Wes Brown vom chinesischen Bambus erzählt, der ja bekanntlich während 5 Jahren kein sichtbares Zeichen von Wachstum zeigt, dann aber innerhalb von 5 Wochen über 25m in die Höhe schiesst.

Hier nochmals zur Ermutigung für alle:

(Vielleicht bist Du ja auch an einer Sache dran, wo kein sichtbares Wachstum zu erkennen ist?)

Da dachten wir nicht, dass die 5 Jahre bei uns noch voll würden ;-)

Aber jetzt sind wir auf der Finca eingezogen!!! Es fühlt sich schon gut an, endlich mal auf dem eigenen Boden zu stehen und ein 'bleibendes' Daheim zu haben.

Sind wir am Ziel angekommen? Wohl noch lange nicht. Aber wir sind ein rechtes Stück weiter.

Dinge sind hier noch lange nicht perfekt. Wir sind fleissig dran das Ganze herzurichten. Zur Zeit haben wir z.B. nur grad soviel Elektrizität um Licht zu haben und den Kühlschrank tagsüber zu betreiben. Das aber auch nur, wenn die Sonne scheint ;-). Wir sitzen oft abends bei Kerzenlicht. Kochen tun wir am Feuer oder mit Gas. ... Smoothies machen geht nicht, Staubsauger funktioniert auch nicht, ...

Eine Waschmaschine wäre schon dringend mal nötig. Dafür müssten wir dann eben erst noch eine Photovoltaik Anlage installieren.

Etwas anbauen wäre auch bald einmal dran, da der Platz schon sehr knapp ist. Zur Zeit schläft die ganze Familie im selben Zimmer. Viele Werkzeuge und Gerätschaften fehlen für Haus und Garten. Und wir fahren immernoch einen 5-Plätzer als 8-köpfige Familie. ...

Unser Geld haben wir eben grad schon aufgebraucht ;-)

Ihr seht also: An Herausforderungen fehlt's uns nicht.

Den Ort geistlich einzunehmen und in dieser neuen Phase Boden zu gewinnen ist auch nicht ganz ohne. Es ist, wie wenn eine ganz neue Seite aufgeschlagen wurde, die noch beschrieben werden muss.

Was wir auf unserer Reise gelernt haben ist, dass man mit sehr viel weniger auskommt und, dass man kein grosses Haus mit viel Luxus braucht um glücklich zu sein. Die gemeinsamen Abenteuer und Herausforderungen haben uns alle stärker und zu einem guten Team gemacht. Dass wir’s zusammen gut haben, macht uns reicher als das fetteste Bankkonto. Es ist so wertvoll, wenn man sich auf die wesentlichen Dinge des Lebens konzentrieren kann.

Ach ja, Ihr wollt vielleicht noch wissen wies mit Dienst aussieht?

Den Begriff brauchen wir eigentlich gar nicht mehr. Unser Leben gehört dem Herrn, Ihm dienen wir und stehen Ihm auch weiterhin (oder immer mehr) zur Verfügung. Das ist unterdessen so vielseitig und immer ganzheitlicher geworden, dass wir es einfach leben und dem Herrn vertrauen, dass es Kreise zieht, viele berührt und mithilft die Welt zu verändern.

Wir sind zu einem Leben mit und in Christus berufen und nicht zu einem Dienst für ihn.

Hier können wir jetzt nichtmal Gäste empfangen (wir haben aber Freunde in der Nähe die Apartments vermieten, für die wir hier gern etwas Werbung machen). Für uns ist das wohl zur Zeit auch nicht dran. Es fängt (wie immer bei uns) auch jetzt mit einem Gebetshaus an. Auch den Begriff verwenden wir eigentlich nicht. Wir haben ja das Haus dem Herrn geweiht und Sein Haus soll ja immer ein Gebetshaus sein.

Wir arbeiten aber auch viel im Garten, wollen etwas Selbstversorgung und Permakultur betreiben, halten ein paar Tiere, tüfteln an ein paar Sachen rum, … . Ich entwickle und produziere weiterhin meine ‚Naturmedizin‘ und anderes. Unsere Jungs sind an ein paar interessanten Technologien dran. Die Mädels sind ebenfalls sehr kreativ und unser ‚Homeschooling‘ oder ‚Freeschooling‘ oder 'Lifeschooling' (wie auch immer man das schon wieder nennen will) hat sich auch ganz gut entwickelt.

Wir arbeiten an Möglichkeiten wie wir Leute noch mehr Anteilhaben lassen können, was aber noch nicht spruchreif ist.

hier ein kurzer clip von unserer Gartenarbeit:

Zur Zeit haben wir also grad mit der Finca alle Hände voll zu tun. Wenn uns da jemand zur Hand gehen will oder uns in irgend einer Weise unterstützen möchte, wären wir natürlich sehr dankbar. Sehr gern würden wir noch vor der Regenzeit ein paar Sachen bauen.

Ach ja, Ihr dürft uns natürlich gern Eure Gebetsanliegen schicken. Wenn Ihr dann auch für uns mitbetet ;-)

Wir würden uns freuen mehr zu connecten und wie es im Leib ja üblich ist: sich gegenseitig zu unterstützen.

ganz liebe Grüsse von der Insel!!!

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